Drachenwels

Namensvariationen: Ostasiatischer Drachenwels / Gelber Drachenwels

Der ursprünglich aus Ostasien stammende Fisch ist vor allem in China ein beliebter Speisefisch und gilt als sehr schmackhaft. Er wird bis zu 35 Zentimeter lang und ernährt sich vorwiegend von Insektenlarven, Weichtieren und kleinen Fischen.

Wie der Bayerische Rundfunk bereits im Januar berichtete, wurden in der Donau zwischen Regensburg und Straubing seit Mai 2018 hunderte Exemplare des Ostasiatischen Drachenwelses gefangen.

Bisherige Beobachtungen lassen vermuten, dass der Fisch ein Nesträuber ist. Er wird an der Donau vorwiegend in Altwässern gefangen, wo die heimischen Fische gerne brüten. Da er zudem spitze Stacheln an Brust- und Rückenflossen besitzt, dürfte es eine Weile dauern, bis sich Fressfeinde des Welses herausbilden.

Wie der Drachenwels in die Donau kam, bleibt unklar. Ob die Art nun absichtlich in den Fluss eingesetzt wurde, bei Hochwasser aus Zier- und Nutzfischgewässern entkam oder ob sie die lange Reise in Ballastwassertanks von Schiffen hinter sich gebracht hat – alles ist möglich!

Experten gehen davon aus, dass sich der Gelbe Drachenwels – so der vorgeschlagene deutsche Name – weiter ausbreiten wird. Da die Donau über den Rhein-Main-Donau-Kanal mit unseren hiesigen Gewässern verbunden ist, dürfte es also auch bei uns irgendwann zu einem Auftreten des Drachenwelses kommen.

Mehr zum Thema sowie Fotos gibt es unter folgenden Quellen:
Webseite Bayerischer Rundfunk (08.01.2019)
Webseite Bayerischer Rundfunk (23.04.2019)

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